Varroamilbe bekämpfen:
Naturnahe Strategien zur Behandlung von Varroa

Inhalt:
– Varroabehandlungsmethode mit ätherischen Ölen
– Kleinzellen-Praxis

-Behandlung mit CDL  =  Chlordioxidlösung

 

 

Anwendung ätherischer Stoffe zur Vertreibung der Varroamilben

Vorweg möchte ich betonen, dass ein Ungeziefer niemals ausgerottet werden kann, auch durch Abtötung mittels eines chemischen Produktes gelingt das nicht. Man kann es aber mit natürlichen Mitteln dezimieren, irritieren und fernhalten, um dem Schaden entgegenzuwirken. Das gilt auch bei der Varroamilbe, die der Honigbiene so zusetzt, sie schwächt und zum Völkertod führt.  Auf diesem Prinzip der Verdrängung baue ich auf.

Die Varroamilbe ist ein Spinnentier und hat  Schwachstellen, an denen man sie erwischen kann. Zum ersten orientiert sie sich nur mit dem Tast-und Geruchssinn. Augen hat sie keine. Also kann man hier  mit einem Fremdgeruch irritierend und vertreibend ansetzen. Zum zweiten reagiert ihr Chitinpanzer auf Oel verletzlich, womit sich eine Strategie noch ersinnen liesse.

Die Strategie ist folgende: die Honigbienen selbst sollen durchs ganze Jahr periodisch durch Anwendungen dezent und bienenverträglich nach Lavendel riechen. Ein Lavendel-Duftmantel soll ihnen dann anhaften, nur so kann eine Behandlung mit natürlichen ätherischen Düften dauerhaft wirksam sein! Der den Bienen eigene Stockduft muss erhalten bleiben. 

Behandlung im Modus von drei verschiedenen, miteinander harmonisierenden Anwendungen.

Erste Anwendung das Sprühen:

Man nehme eine gute Sprühflasche, die in jeder Stellung funktionstüchtig ist. Auf einen Deziliter Wasser kommen nur drei-fünf Tropfen reines <Lavendel fein> von Farfalla. Auf einen Liter sind es dreissig-fünzig Tropfen. Pro Volk wird Wabe um Wabe von oben schräg nach unten rassig besprüht. Pro Seite, je nach Bienenbesatz,  drei-fünf Sprühwolken. Auch die Wände werden, falls Bienenbesatz vorhanden, besprüht. So verfährt man nur im Brutraum alle 14 oder 21 Tage im Wiederholrhythmus. Nach Dr. Pia Aumeier habe ich die Kippkontrolle bei den Völkern eingeführt. Das ermöglicht das Sprühverfahren auch von unten in die Wabengassen durchzuführen. Dazu nehme man zwei Randwaben vorher heraus, diese werden vorher schon besprüht, so hat man mehr Spielraum die Gassen zu öffnen und hinein zu sprühen. Das verhindert zum einen eine Verletzungsgefahr der Königin, andrerseits kommen keine Spritzer in das Gelege, da die Zellen mit der Oeffnung leicht nach oben angelegt sind. Auch ist der Zeitaufwand kürzer. Für den Imker wirkt es sich günstig aus, wenn er den astrologischen Kalender für den Eingriff berücksichtigt. Die Bienen werden ruhig dabei, sodass man mit dem Volk gleichzeitig arbeiten kann. Erfahrungsgemäß  benötigt man einen knappen dl. Lavendelwasser pro Volk auf 10 Waben. Die Sprühanwendungen erfolgen so lange im Jahr, wie es die Temperaturen zum Öffnen des Bienenstockes erlauben.

Zweite Anwendung: Kräuterbeilage

Nach einigen Besprühungen  lege ich im Hochsommer, wenn möglicherweise die Milbenbelastung am grössten ist, ein frisches Büschel Lavendelkraut unter die Abdeckfolie auf die Wabenrähmchen. In fernen Ländern wird das mit spezifischen einheimischen Pflanzen zum Vertreiben der Milbe auch so gehandhabt. Diese Massnahme ist nicht zwingend, kann aber die Milbe schon vorzeitig beeinflussend verdrängen und auf Abstand halten, ehe sie sich niederlassen möchte. Beobachtend sah ich, dass Bienen die frischen Blattnadeln zernagen und rausschleppen, oder sie umhüllen sie mit Propolis. Dabei kommt unweigerlich genug Lavendelduftkontakt an die Bienenbeine, der sie gegen Milbenbefall schützen kann.

Dritte Anwendung: Winterbehandlung

Diese Behandlung ist die effizienteste und wird freiwillig von den Bienen eingegangen!

Ein Futtergefäss nach dem Abräumen des Honigs mit einer Schicht Futterteig (oder kristallisiertem Honig) ausgelegt. Darauf verteilt man ein-zwei Teelöffel Honig. Diese dienen als Lockstoff. Nun belegt man die Masse mit einer Schicht getrockneter Lawendelblüten, die aber noch nicht abgezupft wurden, sondern in Aehrenform daliegen. Das Futtergeschirr wird ohne Verschlussglocke, aber mit dem Deckel verschlossen und auf die Wabenrahmen  positioniert. Die obligate Plastikfolie wird vorher mit einem Loch versehen. Darüber ist dann das Futtergefäss genau deckungsgleich aufzusetzen. Die Bienen haben so freien Zugang in das ganze Gefäss.( Die Plastikfolie kann, wenn sie gross genug ist, auch über das Futtergeschirr und Wabenrahmen ausgebreitet werden.)Ist der Futterteig aufgenommen, könnte er wieder erneuert werden, sofern es die Aussentemperaturen  zulassen. Und wenn man noch Lavendelblüten hat, diese wieder oben auflegen.

Im Vorfrühling wird diese Anwendung wiederholt, damit ein guter Start ins neue Bienenjahr milbenfrei gelingt. Einwandfreie Lavendelblüten kann man bis zur neuen Ernte für den gleichen Zweck wieder verwerten. Es empfiehlt sich, sie vorher etwas durchzukneten. Bienen die den Zuckerteig aufnehmen möchten, wühlen sich durch die Blüten hindurch und gelangen durch Reibung freiwillig auch in einen Duftmantel, der ihnen Duftschutz gegen die Milbe verleiht. Jeder hat schon die Erfahrung gemacht, wie leicht eine Duftwolke mit getrockneten oder frischen Lavendelblüten entsteht, wenn man an ihnen reibt oder drückt. Diese Art, sich bis zum Futterteig durchzuarbeiten, haben mir die Bienen selber vordemonstriert. <Ich konnte auf dem Komposthaufen Honigbienen lange zusehen, wie sie sich durch ein Blätterwerk wühlten, um auf einem entsorgten, überaltertem Apfelmus sich gütlich taten. Siehe Foto!> Lavendelblüten sind ein Jahr wirksam.

Einen frisch einlogierten Schwarm, einen Flugling oder Ableger kann man ausgiebig mit Lavendelwasser besprühen und gleich mit der Winterfütterung (durchs ganze Jahr) versorgen. Wenn der Honigraum aufgesetzt wird,  nur noch die Bienen im Brutraum besprühen

Von allen ätherischen Pflanzen ist der Lavendel die ergiebigste und praktischste Pflanze in Bezug auf diese Anwendungen. Bei Nachforschungen bin ich auf Wurmholzblumenöl, Gewürznelkenöl, Oreganonöl und Pfefferminzöl gestossen, die die stärkste Wirksamkeit zur Behandlung bei Varroa aufweisen. 

Video zur Winterbehandlung gegen die Varroamilbe: Mit dieser sehr wirksamen Methode reinigen sich die Bienen von den Milben und beduften sich immer wieder aufs neue.

Alle vier Lavendelstrategien sind leicht anwendbar und kostengünstig.

Anmerkung:

Obwohl die Honigbienen den Lavendel lieben, möchten sie doch nicht, dass der Duft sie immer umgibt. Deswegen sind bei allen Anwendungen Pausen einzuhalten. Eine interessante Beobachtung lieferte mir hierzu den Beweis. Ich legte ein Lavendelstoffsäckchen auf die Wabenrahmen, wie man sie auch im Schrank zwischen die Kleider legt. Erstaunt war ich bei der nächsten Kontrolle, dass das Säckchen von den Bienen aufgebissen und nun durch ein Hosenknopf grosses Loch  der ganze Inhalt von den Bienen abgeschleppt worden war. Dauerfremdgerüche darf man ihnen also nicht aufzwingen!

Merke

Meine mehrjährigen Anwendungen mit Lavendelöl haben eindeutig gezeigt, dass die Milbenpopulation zurückgegangen ist, aber die restlichen Milben bleiben eben auch noch Verbreiter der Vieren und Bakterien, die zu  Krankheiten führen. Nur mit dieser Methode allein schafft man es nicht, die Völker stark durch den Winter zu bringen. Man muss parallel dazu noch andere Bekämpfungsmassnahmen anwenden. Leider!

 

Was sollen  diese Massnahmen, Lavendel durchs ganze Jahr angewandt, bewirken?

Das Besprühen im Abstand von 14 oder 21 Tagen ist so berechnet, dass es regelmässig einmal dem Intervall des Brutzyklus der Varroamilbe begegnet.  Das Buch: INSEKTEN BEKÄMPFEN (www.topp-kreativ.de) gibt den Hinweis, dass man Milben mit dem Lavendelduft fern halten kann.

Bei der Winterbehandlung beduften sich die Bienen freiwillig. In einem Futtergefäss wird der Futterteig mit Lavendelblüten bedeckt und auf der Suche nach Nahrung, reiben die Bienen mit Leib und Beinen an den Lavendelblüten  und eignen sich so den ätherischen Duft automatisch an. Siehe den Kurzfilm!

Wie reagiert die Honigbiene auf all diese Massnahmen bisheriger Beobachtungen und Erfahrungen?

Verblüffend gut. Die Lavendel-Besprühung beruhigt die Bienen sichtbar, sodass man den Rauch meistens weglassen kann. Ich gebe aber vor dem Sprühen einen Rauchstoss, damit die Bienen auf den Zellen sitzen bleiben und nicht auffliegen. Will ich doch möglichst viele Bienen besprühen. Selbst die Wächterbienen sind weniger angriffig. Nur Völker, die von Natur aus sehr aggressiv sind, verlangen gleichzeitig nach der Rauchbesänftigung. Ich hatte Bedenken, dass das Pheromon der Königin von den Arbeiterinnen nicht mehr wahrgenommen und die Volksbildung beeinträchtig wird, aber das ganze Verhalten im Volk ist intakt und harmonisch geblieben. Bisher habe ich in den behandelten Völkern nur wenige Varroazeichen erkennen können. Man sollte sich aber vergegenwärtigen, dass die Methode eine Vertreibung ist und kein Abtöten der Varroa. Es bewegen sich noch immer Milben unter den Bienen, aber nicht mehr in so hoher Zahl. Laut Forschungsergebnissen wird durch ätherische Stoffe die Milbe um 80% verringert. Hatten meine Völker in anderen Jahren zahlreiche Bienen die mit defekten Flügeln draussen am Boden krochen, so begegnete mir mit dieser Methode höchst selten einmal ein Flügeldeformans. Der Herbst war immer die schlimmste Zeit, wo ich an den vielen toten oder krabbelnden Bienen unter der Beute schon erkannte, welches Volk wohl den Winter nicht überleben würde. Das ist diesmal anders gewesen. Ich kam im Oktober gerade dazu, wie über die Mittagszeit, nach einer längeren Regenperiode, ein Jungfernflug der neuen Winterbienen statt fand. Es war ein Anblick der Freude dieses Getümmel mit zu erleben. Allerdings sind fünf Bienen davon fluguntüchtig gewesen und fielen hernieder und krabbelten weg. Aber diese Anzahl ist geringfügig im Verhältnis zu den anderen Jahren. Ich behandelte die Bienen ausschliesslich nur mit diesen Lavendelmethoden.

Varroa-Puderzucker-Kontroll-Ergebnis!

Das Versuchsvolk in Zürich wurde am 17.9. Wabe um Wabe, neun insgesamt, beidseitig  mit Puderzucker übersprüht.  Das Ergebnis waren einige wenige tote Milben.

Erst am 9. Oktober konnte ich die fünf Honigbienenvölker im Tessin dem Puderzuckertest unterziehen. Das Ergebnis ist gut ausgefallen. -Der Milbenanteil auf der Unterlage war so gering, von 0-7 toten Milben pro Volk, sodass ich mich in meiner Therapie bestätigt fühlte.

Rückschlüsse

 

Im Grunde wird jeweils bei einer Anwendung etwa ein Deziliter Lavendelwasser versprüht. Die Flüssigkeit kann für die Bienen im Sommer zur Klimatisierung beitragen, ansonsten müssen sie sich aufwendiger putzen und trockenventilierten. Dabei verteilen sie den Duftstoff über den ganzen Körper. Einen Nachteil konnte ich bisher nicht feststellen.Der weitere Erfolg bleibt vorerst noch abzuwarten. Gute Anzeichen einer starken Dezimierung der Varroa haben sich bereits abgezeichnet.

 Kritiker könnten einwenden, ätherische Öle würden den Volksduft auflösen und die offene Brut beschädigen!

Ich konnte bisher keinen Brutverlust feststellen, stets waren bei der nächsten Sprühanwendung die Waben flächendeckend verdeckelt und neue Brutanlagen dazu sichtbar.

Die einzigen Bedenken, den Verlust des volkseigenen Stockduftes wurden hinfällig durch den  Bericht von Niels Gründel in der Schweizerischen Bienenzeitung 09/2020 Seite 43. ” Ein Bienenvolk, ein Duft?”

Ebenso fand die Forscherin Cassandra Vernier/Washington  heraus, <dass mit zunehmendem Alter Honigbienen unterschiedliche Duftprofile entwickeln. Sie verglich die kutikulären Kohlenwasserstoffprofile (CHC) am Tag ihrer Geburt, im Alter von ein, zwei und drei Wochen. Die drei Wochen alten Bienen besassen ein signifikant anderes CHC-Profil, als ihre jüngeren Geschwister. Bienen, die den Stock verlassen, kommen mit Luft, Licht, Wasser, Pflanzen und Umwelteinflüssen in Kontakt, die ihren Körperduft beeinflussen können. Hingegen die adulten Bienen, die vor dem ersten Ausflug stehen, weisen noch eine andere Duftmarke auf. Wächterbienen sind die einzigen, die die Aussendienstarbeiterinnen identifizieren müssen.> <Die meisten Bienen im Stock bemerken das gar nicht, so Yehuda Ben-Shahar, sie erzeugen kein Signal, das anderen mitteilt, ob sie dazugehören oder nicht, und das Signal ist ihnen egal, sie reagieren nicht darauf.> Ein einheitlicher Duftstoff im Volk konnte jedenfalls noch nicht herauskristallisiert werden.

-Andere Forschergruppen (Tautz) haben herausgefunden, dass Bienen sich im Stock zusammenfinden, die sich darin erkennen, den gleichen Drohn zum “Vater” zu haben. Es ist ja allgemein bekannt, dass eine Königin sich von mehreren Drohnen begatten lässt. Folglich gibt es genetisch bedingte Favoriten-Bienengruppen im Stock, die auf Grund der Duftmarke eine Einheit bilden.-

Auf Grund meiner Beobachtungen konnte sich die Königin mit ihrem Pheromon durchsetzen und so wird es wohl mit den anderen Duftmarken auch gelingen, ihr Profil zu erhalten. Lavendelduft baut sich nach einigen Tagen wieder ab. Da Milben aber einen hochgradigen Geruchssinn haben, werden sie den Duft noch viel länger wahrnehmen, zumal er sich dann mit der Zeit auch auf den Wabenzellrändern verteilt und dort anhaftet.

Die Duftkapazitätswahrnehmung der Biene ist so viel feiner und grösser als die des Menschen und die der Milbe noch sensibler. Also sollte man mit der Dosierung sparsam umgehen. Bienen lieben die Lavendelblüten und der Duft schafft keine Abneigung dagegen, aber er darf nicht immer im Stock präsent sein. Das wäre kontraproduktiv!

Zur allgemeinen Information, ich habe alle konventionellen Varroa Bekämpfungsmethoden weggelassen!

Imkerstimmen

Ein Imker meinte, ob man nicht statt zu sprühen mit einem Vaporisator das ganze Magazin einnebeln sollte, es sei doch praktischer und schneller damit getan.

Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit?

Eine Imkerin befürchtete, es könnte der Honig nach Lavendel schmecken.

Das geschieht bestimmt nicht, weil praktisch nur der Brutraum behandelt wird. Ausserdem ist für unsere Geruchs-und Geschmacksnerven der Duft viel zu gering. Eine Sprühung auf unserer Haut appliziert, ist schon nach einer Stunde für unsere Nase nicht mehr feststellbar.

Ebenfalls wurde eingeworfen, das diese Methode erst wissenschaftlich bewiesen werden müsste.

Hierzu liegen ja schon genügend Beweise vor, das bestimmte ätherische Düfte (Öle) wirksam zur Vertreibung der Milbe in Studien positiv getestet wurden.

Kann man das restliche Sprühwasser in der Flasche wieder verwerten, wurde gefragt.

Ja, es hat sich herausgestellt, dass die Essenztropfen kein Algenwachstum zu lassen. Allerdings verflüchtigt sich dann das Aroma etwas, was mit einem Zusatztropfen ergänzt werden kann.

 Auf welche Pfeiler stützte ich mich bei dieser ätherischen Lavendelöl Anwendung?

Es ist die Wissenschaft selbst, aber auch die Bienen, die mir viele Hinweise dazu gaben. Weiss der Imker überhaupt, wieso man auf die Ameisensäure kam? Ganz einfach; man beobachtete, dass sich Vögel auf Ameisenhaufen begaben und sich dort von Ameisen beissen liessen. So drang Ameisensäure in das Vogelblut, welches die Vogelmilbe im Saug-Frass wahrnahm und vom Vogel abfiel. Auf diese geniale Weise konnte sich der Vogel vom Parasiten befreien. Für die Biene ist das aber nicht so vorgesehen es gleichermassen in der Art zu praktizieren. Was für den einen stimmt, ist für den anderen artfremd. Mit dieser Methode hätte man ja die Hämolymphe der Biene mit Ameisensäure anreichern müssen. Klarer ausgedrückt, ein Bienenschwarm hätte sich auf dem Ameisenhaufen auch beissen lassen sollen!

Ein deutlicher Beweis, um mit ätherischen Düften der Milbe generell beizukommen ist der, dass in Vogelvolieren den Vögeln als Nistmaterial trockene Tagetesblüten hingelegt wurden, die sie zum Nestbau aufnahmen und beim Eierwenden oder sonstigen Nestbewegungen ihren strengen Duft an den Vogel abgaben, der die Milben an ihnen vertrieb. Auch wurden Zigarettenkippen auf Stadtgebiet in Amselnestern  gefunden, die mit Nikotin die gleiche Wirkung erzielten.  Das sind alles Beweise, dass Milben sich mit ätherischen Fremdgerüchen vertreiben lassen. Darauf baue ich hier  auf!

Das Buch:“Insekten Bekämpfen” Profitipps für ihren Haushalt, Erkennen,Vorbeugen www.topp-kreativ.de <unter Herbstmilbe> bestärkte mich,  auch bei den Bienen einen ätherischen Duftstoff in Anwendung zu bringen. Hier nun erhielt ich den Hinweis auf Lavendel, Pfefferminz und Eukalyptus. An anderer Stelle bestätigten mir wissenschaftlichen Studien, über die Anwendung  ätherischer Öle gegen die Varroamilbe im Bienenstock, ihre Wirksamkeit. Das amerikanische Labor: Thermo-Fischer sandte mir diese Forschungsberichte zu.

(  2003 Jordanien /Universität in Amman ) Agricultural and Marine Sciences, 8(1):15-20 (2003)    © 2003 Sultan Qaboos University.  Control of Varroa Mite (Varroa destructor) on Honeybees by Aromatic Oils and Plant Materials  A. Al-Abbadi1 and I.K. Nazer2*1Department of Bioagricultural Technology, Faculty of Agricultural Technology,Al-Balqa’ Applied University, Al-Salt, Jordan. 2Department of Plant Protection, Faculty of Agriculture, University of Jordan,                                                 Amman, 11942, Jordan.

Die eine Forschergruppe setzte in der Studie das Volk öfters unter Dampfdruck mit einem ätherischen Oel

die andere Forschergruppe tränkte einen Blumensteckschwamm mit ätherischem Ole und beliess das über einen gewissen Zeitraum im Stock.

 2017 Canada/ Universität in Guelph in Zusammenarbeit mit Iran/Universität von Teheran, sowie mit Libyen/Universität von Tripolis)Continuous release of oregano oil effectively and safely controls Varroa destructor infestations in honey bee colonies in a northern climate Qodratollah Sabahi1,2

• Hanan Gashout1,3 Paul G. Kelly1 Ernesto Guzman-Novoa1          Received: 31 March 2017 / Accepted: 21 July 2017 / Published online: 26 July 2017

 The Author(s) 2017. This article is an open access publication

 Dabei kamen weitere ätherischen Öle  von Salbei und Oregano  hinzu. Man setzte nur ätherische Öle ein und erreichte eine 80% Reduzierung der Varroamilbe mit unterschiedlich entwickelten Methoden und Anwendungen.  Es gibt also eine ganze Reihe von ätherischen Ölen, womit die Spinnentiere (Milben) sich vertreiben lassen.

Wichtig zu wissen !!!

Ein milbenfreies Bienenvolk muss nicht unbedingt den Winter überleben, denn es sind noch andere unliebsame Komponenten, die ein Bien sterben lassen. Es ist die Chemie der vielen Spritzmittel; Funghizide, Pestizide, Insektizide und Herbizide, die die Potenz der Königin sowie der Drohnen herabsenken, sodass eine Königin nur noch für ein Jahr gute Eigenschaften für ein Volk aufweisen kann. Das ist ein neuer Gesichtspunkt, dem sich der Imker in der Kultivierung seiner Stöcke erneut Rechnung tragen und anpassen muss.

Was stimmt nicht mehr mit den Königinnen, den Drohnen und den Winterbienen?

Sie alle haben nicht mehr ein so langes Leben, wie das noch vor 100 Jahren der Fall war. Das ist erwiesen! Unmerklich hat sich ihre Lebensdauer und Zeugungsqualität ständig verkürzt. Grund dafür sind die Pestizide, Funghizide, Herbizide, Pestizide und Antibiotica. In der Imkerpraxis erzielt man den besten biologisch natürlichen Erfolg, ein Volk zum Überleben der Wintermonate zu bringen, wenn im August noch umgeweiselt wird. Das führt zu einem längeren Brutstop! Ich selbst habe es so erlebt. Ein Volk hatte sich  noch mit einer einzigen Königinzelle ende August umgeweiselt und wurde im Februar zur Weidenblüte so stark, dass ich erweitern musste.

Diese Spätsommer-Königinnen haben so viel Potential und das Volk durch den Brutstop praktisch keine Milben,  dass sie noch bis im Dezember Winterbienen nachziehen und schon im Februar grosse Brutflächen haben. Diese späten Winterbienen halten dann auch bis zum Honigraumaufsetzen  bei der Obstblüte im April mit ihrem Leben durch, um wiederum ein grosses Brutnest durchfüttern und warmhalten zu können.

 

Von vielen Insekten beliebte und aufgesuchte Lavendelblüte.

Kleinzellen-Praxis

Schon im Imkerlehrkurs ist mir aufgefallen, dass es in der Imkerei Richtlinien zum Imkern gibt, aber kein fixes Programm für alles, das jeder Imker anwenden kann. Es stehen ihm viel zu viele Möglichkeiten offen. Um für sich die beste Lösung zu finden verliert man viel Zeit. Imker sind Tüftler, lieben ihre Bienen und suchen stets nach neuen Lösungen in allen Tätigkeiten der Imkerei. Dadurch gibt es so viele Theorien und Praktiken.

Das Internet hat mir in vieler Hinsicht gezeigt, wie man auch noch imkern kann, und mein Ziel ist nun, von allem das Beste zu übernehmen, meinen Bienen und mir zu liebe. So habe ich letztes Jahr (2o14) auf  Kleinzellenmittelwände umgestellt, weil es mich überzeugte.

Die Wabenzellen der Bienen waren vor etwa 120 Jahren viel kleiner, als es heute die Mittelwände vorgeben. Zu der Zeit, um das Jahr 1880 herum, hatte man begonnen die ersten Mittelwände herzustellen, die gut von den Bienen akzeptiert wurden. Aber man hat das genaue Zellenmass nicht berücksichtigt, die Zellen gerieten leider im Durchmesser grösser, als sie bisher von den Bienen gebaut worden waren. Der belgische Imker und Züchter Professor U. Baudoux  war davon überzeugt: grössere Zellen gleich mehr Honig, grössere Bienen, höheres Potenzial. Die Idee hatte dermassen Erfolg, dass ganz Europa und später auch in Uebersee alle Imker bis auf heute darauf eingingen und seither mit einem vergrösserten (5,4mm statt 4,9mm) Zellenvordruck auf den Mittelwänden imkern. Es ist aber nie nachgewiesen oder bestätigt worden, dass das erdachte Resultat auch wirklich damit erzielt wurde.

Das Ehepaar Edd und Dee Lusby in Arizona hat nie mit einer chemischen Varroabehandlung gearbeitet, auch nicht, als ihnen von 1000 Völkern nach dem Winter nur noch 200 Stöcke übriggeblieben waren. Dieser Verlust durch die plötzlich eingeschleppte Milbe war für sie sehr schmerzlich.  In einer Imkerlektüre von 1791 wurden Lusby`s auf die Idee gebracht, auf die natürliche Kleinzellengrösse der damals domestizierten Honigbiene zurückzugreifen. Sie hatten mit der Urform der einstigen Bienenwabenzellgrösse, von (4,9mm), die Varroa so dezimieren können, dass sich ihr Bienenstand rasch wieder erholte und sie bis heute  keine sonstigen Varroabehandlungen anwenden müssen.

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Kleinzellen haben den Vorteil, dass sie mit weniger Bienen ausgebrütet werden können, weil alles dichtgedrängt ist und sich warm gibt.  Dadurch wird mehr Bienenpotential frei, das sich mehr dem Putzen und Reinigen, also der Stockhygiene widmen kann. Ausserdem wächst das Volk durch verkürzte Brutzeit schneller zur Grösse auf. Eine Arbeiterin schlüpft bereits nach 19 statt 21 Tagen.  Dadurch wirkt sie der Varroa entgegen. Durch einen Versuch, frisch geschlüpfte Bienen zu zeichnen, erforschte man, dass sie mindestens 4-5 Wochen länger leben als unsere heutigen Bienen. Sie leben stressärmer. Kleine Bienen sind wendiger, unauffälliger und werden im Flug weniger von Feinden entdeckt und begehrt.

Die Milbe hat es ja hauptsächlich auf die Drohnenzellen abgesehen, weil hier eine längere Brutdauer  von 24 Tagen mehr Gelegenheit zur Vermehrung ermöglicht wird.  In der Natur ist es jeweils so eingerichtet, dass ein Schädling nicht das Gleichgewicht aus den Fugen heben kann, es sei denn, dass die Naturgesetze durch Menschen oder Umweltbedingungen geändert oder gestört worden sind. Ein Ausfall von Drohnen fällt im Bienenvolk nicht ins Gewicht, da es in jedem Fall zu viele hat. Wir haben aber heute mit den gossen Zellen der Arbeiterbienen das ideale Format, das nämlich der ursprünglichen Drohne im Kleinzellenformat entsprach, im Ueberangebot. Im Klartext heisst das, dass alle Arbeiterbienenzellen für die Milbe der Grösse nach wie die Drohnenzellen von einst sind und somit gezielt für die Vermehrung ausgesucht werden.  Wen wundert es da nicht, dass die Milbe sich so ausbreiten konnte und kann! Dem wirkt man heute mit dem Drohnenschnitt entgegen, aber welch grosses Kraftpotenzial der Bienen wird damit verpufft?

Die Umstellung gelingt nicht immer perfekt, die Waben sind oft unregelmässig. Den Bienen und mich stört das nicht. So gibt es im Volk eindeutig grössere und kleinere Bienen. Einen Schaden habe ich nicht feststellen können. Mit der Zeit wird es aber immer besser, wenn es gelingt die eigenen Schwärme einzufangen. Ich habe neu hinzugelernt, dass man zuerst auf Wabengrösse 5,1mm gehen soll, dann klappt es besser. Ferner ist es notwendig die Abstandhalter  jeder Rahmenseite um 2mm zu verkleinern. Die Wabengassen werden damit auch dem kleineren Zellenmass angepasst.

Nachtrag:

Ein Imker erzählte mir, dass er Altvölker und Schwärme rigoros auf neue Mittelwände im Kleinzellenmass mit Erfolg umgestellt hat. Ein anderer berichtete, dass die Braune Honigbiene besser dazu geeignet sei.

Eine weitere Anpassung an artgerechte Haltung, ist die Verlegung des Flugloches über den Brutraum. Siehe unter Rubrik Neuerungen und Baumhöhle.

Es lohnt sich übrigens die Mittelwände selber zu giessen. So kalte Wintertage sind wie geschaffen dafür. Mit der Wabenerneuerung fällt ja auch viel eigener Wachs an.

Offenbar gibt es aus Plastik vorgefertigte Waben im Kleinzellenmass. Wenn man mit diesen in einem Schwarm-oder Jungvolk beginnt, kommt man ganz schnell zu kleinwüchsigen Bienen und setzt dann mit Mittelwänden deren Weiterentwicklung fort. Leider gibt es in Europa keinen Versandt dieser Waben mehr! In den U.S.A. ist das gang und gebe.

Was man sich aber unbedingt hinter die Ohren schreiben muss, nie die Reste von Bienenwachskerzen untermischen! Diese könnten mit Parafin gestreckt sein und das macht die Waben nicht atmungsaktiv, sodass die Maden absterben können. Auch verliert die Wabe, die mit Parafin gestreckt ist, an Stabilität. Bei grosser Temperatur sackt sie zusammen. Siehe die Januar Ausgabe 2017 der Bienenzeitung.

Mit Pressluft wird die Mittelwand abgelöst

 

Behandlung mit Chlordioxidlösung (CDL)

 

Jeder kennt Chlordioxid als ein sehr wirksames Desinfektionsmittel und schüttelt gleich den Kopf, wenn das hier als Bienenbehandlungstherapie angewendet werden soll.

Zuerst sollte man aber die Erkenntnis haben, in welcher Eigenschaft CDL überhaupt wirkt. Es ist wohl das einzige bisher bekannte Mittel, das so effizient Bakterien, Vieren, Pilze und deren Sporen, sowie Parasiten abtötet. Ferner können mit CDL Schwermetalle ausgeleitet und Vergiftungen im Körper gereinigt werden.

Leider war es bisher nur in der Eigenschaft als Desinfektionsmittel  zugelassen, wo es sich bis heute bewährte und zu dieser Funktion abgestempelt wurde.  CDL auch am Menschen, bei Tieren und Insekten  anzuwenden, war tabu und ist tabu, deswegen gilt die Einnahme dessen nur auf freiwilliger Basis.

Schon 1979, als die Varroa in Europa Einzug hielt, hat man mit CDL Studien an Bienen durchgeführt und festgestellt, dass es hochwirksam ist, die Bienen gesund und unbeschadet bleiben (sofern man sich an die erprobte Dosis hält) und die Bienen dadurch sogar länger leben. Was für ein Imkertraum kann mit dieser Behandlung in Erfüllung gehen, vor allem auch in Bezug auf die Winterbienen, die heute schon im Januar schlapp machen!

Fragen Sie mich nicht, warum sich dieser Erfolg mit CDL nicht durchsetzte. Es ist zu billig und und keine Industrie noch Pharmazie kann damit Gewinne erzielen. –

Wie funktioniert CDL 

Wie es der Name bereits sagt <Chlordioxid>, durch Oxidation.  Es würde hier zu weit führen, wenn ich weiter aushole und Erklärungen gebe. Mit der unten abgebildeten Lektüre kann man sich selber schlau machen. Ich möchte hier nur meine Therapie für die Bienen aufzeigen, die jeder Imker mit der nötigen Sorgfalt selber anwenden kann. Es steht ihm aber frei seine Therapie selbst heraus zu finden.

In der Studie heisst es, sie haben täglich 10-100 Tropfen auf einen Liter Zuckerlösung  (1 L Wasser auf 1Kg Zucker) eingebracht und verfüttert, ohne eine negative Reaktion festzustellen. Hingegen hatten sie nur positive Auswirkungen feststellen können. Die Bienen leben sogar länger. Hingegen, wenn die Dosis überschritten wird, reduziert sich ihre Lebensdauer. Da CDL   aber auch in niedriger Tropfenzahl wirksam ist, empfiehlt es sich nur bei starkem Milbenbefall die Dosis höher anzusetzen, ebenso wenn  Faul- und Sauerbrut auftritt. Man hat ja grossen Spielraum in der Verträglichkeit von bis zu 1oo Tropfen pro Liter Zuckerwasser. Dabei könnte man aber mit dem Bieneninspektor und dem Bienengesundheitgesetz in Konflikt kommen.

Wenn man aber mit zwei bis drei CDL-Stosstherapien behandelt, sollten diese Krankheiten gar nicht mehr aufkommen.

 

   Aus der CDL-Studie von 1979

 

So habe ich mich entschlossen, gleichzeitig neben den Bienen, auch an mir eine Verträglichkeitsstudie durchzuführen. Von meinen positiven Erfolgen soll hier aber nicht die Rede sein, sondern nur, wie ich es mit den Bienen handhabe. Der Versuch läuft seit dem 27. August 2022.

Bezugsquelle und Umgang mit CDL

Ich habe ein Fläschchen zu 100ml CDL 0,3%  reinste Chlordioxidlösung erworben (Internet).  Mychem CH 4959 Huttwil  < team@mychem.ch> Tel.062 962 80 57   Preis ca. 40-Fr. Man kommt weit damit. CDL kann bei Bienen nur über den Verdauungsakt wirken und gegeben werden.

Dieses ist eine fertige CDL-Lösung, die man unbedingt im Kühlschrank aufbewahren muss, die man nicht unnötig schütteln noch bewegen soll, desto besser bleibt, einmal geöffnet, ihre Haltbarkeit von zwei Monaten erhalten! CDL kann bei unsachgemässer Lagerung verflüchtigen und unwirksam werden. Ungeöffnet ist die Haltbarkeit bis zu sechs Monaten garantiert. Wenn man sie, besonders an heissen Tagen zu seinen Bienenständen transportieren muss, so ist es von Vorteil, sie in einer Kühltasche aufzubewahren.  Herkömmliche Plastikbehälter oder Taschen als Fütterungsgefässe sind für die CDL angereicherte Zuckerlösung nicht günstig. Glasgefässe, sowie säurefeste Plastikpetflaschen sind zu bevorzugen.

 

Mein Vorgehen bei der Anwendung

Es ist wichtig, dass nur abgekochtes Wasser oder destilliertes Wasser für die Zuckerlösung verwendet wird. Bei einem Jungvolk nimmt man pro besetzte Wabengasse  täglich 1dl Zuckersirup (1Kg auf 1L) mit nur einem Tropfen CDL, nach 3 Tagen kann man mit 2 Tropfen CDL fortfahren. Der Sinn der kleinen Menge ist der, dass die Bienen die Lösung schnell aufnehmen, damit sich CDL nicht verflüchtig, seine Wirkung zum Tragen kommt und die Bienen sich gleichzeitig daran gewöhnen. Auch gebe ich die Tropfen erst unmittelbar am Stand der Zuckerlösung bei. Das ergibt im Endeffekt 20ml (Tropfen) auf einen Liter Zuckerlösung. Vermutlich ist die Winterauffütterung dann auch gleichzeitig abgeschlossen. Wenn starker Milbenbefall vorliegt, kann die Dosis gesteigert werden.  Bei erneutem Milbenbefall  wiederhole ich im vorgerückten Jahr und im Frühling auf gleiche Weise die CDL-Kur. Meine bisherige Beobachtung zeigt, dass das Futter immer bis zum letzten Tropfen aufgenommen ist. Man zieht aber in Betracht, dass Jungvölker generell milbenarm sind.  Am 10. Tag der Anwendung macht man  eine Volkskontrolle und schaut nach, ob die Königin Brut und Eigelege hat, ob das Winterfutter schon langt, ob man erweitern muss und wie sich das Volk im Allgemeinen verhält.

Fortlauf der Behandlung.

Mein Versuchsvolk, ursprünglich anfang August als ein Einwabenableger erstellt, heute (5.9.) auf vier Waben sitzend mit zwei Brutwaben, ist nach 10 Tagen Behandlung ein total milbenfreies, gesundes und ruhiges Volk in Ausdehnung. Die Kontrolle verlief so zufriedenstellend, dass ich nur noch bis zum 14. Tag die Fütterung fort führe. Ich lege dann eine Pause ein, um je nach Milbenzahl und Futterreserve eine weitere CDL – Fütterung durchzuführen

Das Gute an CDL ist: man kann es jederzeit absetzen und bei Bedarf wiederholen. Man kann Stosstherapien machen, oder Langzeittherapien. Man kann schwach dosieren oder die Tropfenzahl bei starkem Milbenbefall sofort hoch ansetzen. CDL ist von Fachleuten bereits getetest und als wirksam und  unschädlich belegt worden. Es verlangt nur die Sensibilität des Imkers und das Feingefühl für seine Bienen, wann der richtige Moment für die Anwendung ist. Auch kann die Zuckerlösung in der Konzentration dünner berechnet werden. – In dem Moment, wo die Honigräume aufgesetzt werden, ist unbedingt der notwendige CDL-Abstand bis zur Honigernte einzuhalten. Sauerbrut und Faulbrut sollten damit auch, aber in höheren Dosen, behandelbar sein. Andere Anwendungen zur Milbenbekämpfung sind nicht mehr zwingend. 

<Ein Sprühverfahren ist nicht geeignet, da CDL dann eine ätzende Wirkung hat!> 

 

 

 

Fortsetzung folgt mit dem Ablauf der weiteren Behandlung und deren Beobachtung.

Diese Broschüre ist so aussagekräftig, dass es jeden Leser beeindruckt und zum Nachdenken anregt.