Varroa Bekämpfung

Spezialfütterung

Wer sich für meine Bienenbehandlung interessiert, der schaue auch unter Experimente nach.

Neue Erkenntnisse und neue Themen ergänzen die Homepage laufend.

Die Forschung mit Bienen hat gezeigt, dass allein Zuckerlösung zum Nachfüttern nicht ausreichend ist. Siehe Bienenzeitung März 2016, “Zur Bedeutung des Honigs für die Gesundheit der Bienen!”

Man empfiehlt den Bienen mehr Honigwaben zur Winterfütterung zu belassen. Einseitige Kost macht nicht nur den Menschen krank, sondern auch die Bienen brauchen die Vielfalt der Odkräfte ( Rubrik Honig)von unterschiedlichen Pflanzen, die der jeweilige Nektar ihnen liefert. Bienen lieben Lauchgewächse. Sei es der Knoblauch, Zierlauch, Schnittlauch, Zwiebelblüte oder der Bärlauch.

Wenn man der Zuckerlösung Stoffe beigibt, die nicht nur kräftigend auf die Biene wirken, sondern auch die Varroa abhalten könnten, dann soll man doch den Versuch wagen. Imkerliche Praxis ist es mit Kamillentee die Zuckerlösung herzustellen.

Nach dreijähriger Erfahrung mit Knobi-Od habe ich festgestellt, dass die Bienen widerstandsfähiger sind und zum grössten Teil durch den Winter kommen. Bienenkrankheiten wie Sauerbrut, Faulbrut und Kalkbrut sind nicht aufgetaucht. Milben wird man damit nicht ausrotten können, aber gesunde, stressarme, putztriebige Bienen werden mit den Milben besser klarkommen. Inzwischen 2017 habe ich dazu neue Erkenntnisse erworben. Die Knoblauchbeigabe schmeckt nicht nur den Bienen gut, sondern auch den Hornissen und führte zu Räuberei, da der Duft wie ein Lockstoff auch auf andere Insekten und Bienen wirkt. Es wurden mir 2016 alle Völker ausgeraubt, ich war Augenzeugin!

EINE NEUE ERKENNTNIS hat mir die Dezember- Ausgabe 2018  der Bienenzeitung durch Sebstian  Spiewok geliefert. Ich zitiere:  ” Bei varroaresisten Bienenvölkern haben sich die Duftstoffe der Brut verändert. Diese beeinflussen den Start der Eireifung in den Milben. Jüngste Forschungsergebnisse  von Benjamin Colon von der Martin-Luther-Universität in Halle weisen darauf hin, dass sich in der Brut resistenter Völker die Produktion des <HORMONS ECDYSON> verändert hat. Dieses Hormon reguliert die Verpuppung der Insekten und wird von der Varroa zur Eireifung benötigt. Allem Anschein nach kann die Milbe das Hormon nicht selbst herstellen und muss es stattdessen mit der Nahrung aufnehmen. Somit könnte eine Veränderung der Ecdysonproduktion in der Bienenbrut Auswirkung auf die Vermehrung der Varroamilben haben.”

Milben ernähren sich vom Fettkörper der Biene

Laut allerneusten Forschung ernährt sich die Varroamilbe nicht, wie bisher angenommen, von der Hämolymphe der Biene und Bienenlarve, sondern von ihrem Fettkörper, der ja besonders stark bei Winterbienen (Larven) ausgeprägt ist, um die vielen Monate zu überleben.  Der Fettkörper ist von Hämolyphkapillaren durchwoben, sonst könnte ja kein Stoffwechsel stattfinden.

Leider haben ätherische Öle  einen Nachteil in der Behandlung gegen die Varrose. Sie verbreiten einen starken Fremdgeruch im Stock, sodass die Königin in Stress mit dem Verbreiten ihres Pheromon gerät, um so die Stellung im Stock zu bewahren. Das führt zu Lege- und frühzeitiger Altersschwäche.

Die derzeit beste alternative Antimilbenbehandlung ist: künstlich im Bienenvolk einen Brutstop einzulegen. Den muss man nach der Honigernte im Frühjahr am 21. Juni beginnen. Das beste Modell scheint mir die Dublex-Wabentasche geeignet zu sein, auch die Bannwabe wird dafür eingesetzt.

Man informiere sich am besten selbst darüber unter Dublex-Wabentasche, ein drei-minutiger Informationsfilm. Wenn man dann noch www.varroa-controller.com/dwt einloggt, erhält man genaue Bezugsdaten.

Namhafte Imker haben die Tasche positiv bewertet.

Meine heutige Einstellung ist die: der Eingriff in das Bienenvolk ist unnatürlich und der Aufwand zu umständlich. Die Metallabgrenzung der Bannwabe ist ein Fremdkörper im Stock. Die Königin wird in ihrem freien Lauf gehindert und kann ihr Pheromon nicht im ganzen Stock verbreiten. Die heutigen teilweise überzüchteten Königinnen haben sowieso keine lange Lebensdauer mehr. In ihren Genen haben  sie die Abwehrmechanismen verloren, da sie zu Gunsten des Imkers auf Sanftmut gezüchtet wurden. Ich betrachte das als eine Inzucht. Das macht die Völker schwächer und anfälliger, Abwehrmechanismen gehen verloren. Wenn irgend möglich, ziehe ich heute auf natürliche Weise durch Schwärme Königinnen im eigenen Volk nach. Auch verwerte ich für Mittelwände nur noch mein eigenes Wachs.

Zur Entlastung der Milben im Volk  habe ich auch schon Fluglinge erstellt. Es bewährt sich und gelingt, wenn man genug Brutwaben (drei) in den neuen Kasten am alten Platz einfügt, eine neue Königin oder Weiselzellen dazu setzt und zu füttert!  Besser ist es, man gibt noch eine Honigwabe und mindestens eine Mittelwand dazu. So hat der Flugling die besten Chancen zum Erfolg. Es klappt meistens, wenn nicht, kann man das Volk später wieder zurückvereinen. Trotzdem hat auch dieses Verfahren eine Milbenentlastung bewirkt. Das Positive daran war, dass ich mit dieser Massnahme dem Schwärmen vorgriff und auch gleich meine Jungvölker nachgezogen hatte. Ende Mai ist die beste Zeit dazu.

Inzwischen ist mein Wissen um den Bücherskorpion bereichert worden. Der Biologe, Lehrer und Imker Torben Schiffer hat an der ETH Zürich einen atemberaubenden Vortrag zu diesem Thema gehalten. Inzwischen weiss ich, wo ich den Bücherskorpion, ein Spinnentier, auffinden und wie ich ihn dann züchten kann. Mein Enkel hat bereits eine Beute mit 100 Bücherskorpionen bestückt (2018) und dieses Experiment werde ich bis zum Frühling mitverfolgen, um dann selber damit zu beginnen. Das Volk meines Enkels welches nur mit Bücherskorpionen behandelt wurde, ist gut durch den Winter 2018/19  gekommen!

Im April 2019 werde ich das Auffinden und züchten der Bücherskorpione mit Bildern hier dokumentieren.

Hierzu muss man in jedem Fall  seine Beute anpassen. Siehe dazu unter Neuentwicklungen: “Modifizierter Langstrothbeute”

 

Blüte vom Bärlauch