Ackerhummel

Ackerhummel schleckt Salz

Die warmen Tage lassen uns schwitzen!

Bei meiner Gartentätigkeit kam ich ordentlich ins Schwitzen, schliesslich zeigte das Thermometer schon am Vormittag 27 Grad mit steigernder Tendenz . Da liess es sich die verdiente Mittagsruhe herrlich ausgestreckt im Liegestuhl, umgeben von Natur, unter einem kühlenden Blätterdach geniessen.

Alsbald stellte sich ein kleiner Besucher auf meinem Arm ein, dem ich nun mein Augenmerk schenkte.  Eine Ackerhummel schleckte ganz nahe bei der Armbanduhr meine Haut ab. Das ist eine einmalige Sache dachte ich mir; schade nur, dass ich den Fotoapparat nicht dabei hatte!  Als sich das Bienchen wieder auf und davon geschwungen hatte, holte ich mir aber doch noch meine Kamera. Man weiss ja nie, ob es nicht irgendeine Gelegenheit zum Fotografieren gibt, und es gab sie!

Das Komische war,  in gewissen Zeitabständen flog mir dieser goldgelbe, pelzige Gast immer wieder zu, sodass ich mich mit ihm sogar erheben, um an die Sonne zu gelangen, und damit dieses Szenario festhalten konnte.  Das Foto ist kein Meisterbild geworden, aber es zeigt eindeutig, hier wird Salz geschleckt, obwohl man Pollen an den Beinen hat!

Diese Beobachtung hat mich nachdenklich gemacht und liess mich zu dem Rückschluss kommen, auch Insekten schätzen Salz, vielleicht, um im Brutnest das Feuchtigkeitsklima zu regulieren, oder aber eher um als Baustoff beim Zumauern einzusetzen. Bei Fliegen haben wir das Salzschlecken von der Haut ja auch schon beobachtet. Das Frappante an diesen Besuchen war, dass die Ackerhummel immer den gleichen Arm gezielt anstrebte und  sich beim Lecken gar nicht stören liess.